Gut geplant ist halb gewonnen!

Die Begeisterung für eine Geschäftsidee ist groß, die ersten Kunden schon gefunden, ein wenig Gespartes soll helfen – und schon beginnen viele Existenzgründer und Start-ups voller Tatendrang mit der Selbstständigkeit. Planlos zu agieren ist einer der größten Fehler, die in der Startphase eines Unternehmens gemacht werden können. Mit fatalen Folgen, denn oft reichen die finanziellen Mittel nicht über die ersten Monate der Unternehmensgründung hinaus. Ein sorgsam durchdachter Businessplan, der Geschäftspartner, Kreditgeber und auch das Arbeitsamt überzeugt, ist daher die beste Grundlage für einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg.

Der Businessplan – der Schlachtplan für Gründer und Start-ups

Eine Existenzgründung muss gut vorbereitet sein, schließlich erzielen die Gründer ihr eigenes Einkommen künftig aus der selbstständigen Arbeit. Kein Arbeitgeber überweist Lohn oder Gehalt – der wirtschaftliche Erfolg bestimmt nun, welche Ausgaben sich der Unternehmer persönlich erlauben kann. Es ist eine große Herausforderung, das Start-up von Beginn an auf gesunde finanzielle Füße zu stellen und dabei den langfristigen Erfolg im Blick zu haben. Neben vielen Vorüberlegungen gehört die Erstellung eines Businessplans daher zu den wichtigsten Aufgaben während der Gründung. Beschrieben werden hier neben der Geschäftsidee auch die Marktaussichten, dargestellt wird auch der Kapitalbedarf. Der Plan solle dabei die nächsten drei bis fünf Jahre überblicken.

Wer benötigt Pläne zur Unternehmensgründung?

Dieser Businessplan hilft zuerst dem Existenzgründer, seine eigenen Gedanken zu ordnen. Daher sollte er auch immer selbst erstellt werden. Mit Unterstützung von erfahrenen Beratern kann er dann in eine geeignete Form gebracht werden. Der Plan wird aber auch von Dritten gelesen. Für Kreditinstitute sind solche Pläne eine Voraussetzung für die Vergabe von Krediten oder das Einräumen einer Kontokorrentlinie auf dem Geschäftskonto. Geschäftspartner wie zum Beispiel große Lieferanten schätzen anhand der Informationen ein, ob sich eine Zusammenarbeit lohnt und wie konkrete Konditionen gestaltet werden können. Auch das Arbeitsamt verlangt einen Businessplan, wenn Zuschüsse für die Existenzgründung beantragt werden.

Wichtige Vorüberlegungen

Auf der Checkliste der Existenzgründung sollten einige Sachverhalte bereits abgehakt sein, bevor Sie mit dem Schreiben Ihres Plans überhaupt beginnen:
• Markt und Mitbewerber analysieren
• die Zielgruppe definieren
• eigene Geschäftsidee formulieren
SWOT- Analyse abschließen (Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats – also Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken beurteilen)
• Strategien für Marketing überlegen
• Finanzierung planen (Liquiditäts- und Rentabilitätsplan erstellen)

Die Gliederung des Businessplans

Die Form eines Geschäftsplans ist nicht vorgeschrieben. Achten Sie darauf, dass Sie authentisch bleiben, und schreiben Sie so, dass sich Ihre Begeisterung für Ihre Geschäftsidee auch auf den Leser des Plans überträgt. Nutzen Sie kurze, prägnante Sätze und eine klare Sprache. Je nach Größe des Start-ups sollte der Bericht etwa 20 bis 100 Seiten lang sein. Planen Sie ausreichend Zeit für die Erstellung Ihres Planes ein! Zwei bis vier Wochen intensive Arbeit sollten Sie investieren. Eine klare Gliederung sowie Diagramme oder grafische Darstellungen erleichtern dem Leser das Verstehen Ihrer Idee. Das Inhaltsverzeichnis eines Businessplans könnte so aussehen:
 
1. Executive Summary
2. Geschäftsidee
3. Persönliche Voraussetzungen – das Gründerprofil
4. Organisationsstruktur und Rechtsform
5. Beschreibung der Zielgruppe
6. Marktanalyse und Wettbewerb
7. Marketing-Strategie
8. SWOT-Analyse
9. Finanzplan

Diese Inhalte sind wichtig
Kurz und präzise: die Executive Summary

Der erste Eindruck zählt – beschreiben Sie Ihre Begeisterung für Ihre Idee im ersten Abschnitt des Plans. Erstellen Sie diesen wichtigen Abschnitt daher immer erst am Schluss, wenn alle Überlegungen abgeschlossen und alle Teilpläne erstellt sind. Nur wenn Sie hier Investoren und Partner überzeugen, werden sie Ihren Geschäftsplan bis zu Ende lesen.

Die Geschäftsidee

Mit welchem einzigartigen Produkt oder welcher neuen Dienstleistung werden Sie Interessenten zu Kunden machen? Warum werden Sie sich am Markt behaupten können? Warum sollten Investoren und Geschäftspartner gerade mit Ihnen zusammenarbeiten? Stellen Sie Freunden oder Angehörigen Ihre Idee vor – erst, wenn Sie sie überzeugend darstellen können, schreiben Sie sie auf.

Die eigene Vorstellung

Unternehmer benötigen Persönlichkeit. Legen Sie dar, warum Sie Unternehmer sein möchten und können. Das Argument allein, Arbeitslosigkeit zu vermeiden, ist kein guter Start in die Selbstständigkeit. Existenzgründer benötigen neben Fachwissen in ihrem Geschäft auch wirtschaftliches Denken, eine gehörige Portion Risikobereitschaft und Flexibilität.

Rechtsform und Organisationsstruktur

In welcher Rechtsform ein Start-up gegründet wird, hängt von der Größe des Unternehmens und von den Gründern selbst ab. Auch steuerliche Gründe müssen berücksichtigt werden. Die am häufigsten verwendete Rechtsform in Deutschland ist nach wie vor die GmbH, auch wenn hier Startkapital eingebracht werden muss. Zu den organisatorischen Fragen gehören aber auch die Standortfrage, die Vertriebskanäle (z. B. Ladengeschäft oder Onlineshop), notwendige behördliche Genehmigungen oder auch die Anzahl der benötigten Mitarbeiter.

Der Blick auf die Kundschaft: die Zielgruppe

An wen richtet sich Ihr Angebot? Welcher Nutzen entsteht für die Kunden durch Ihre Leistung? Diese Fragen bestimmen viele Entscheidungen, von der Wahl der Vertriebskanäle über Marketingstrategien bis zur Höhe des Umsatzes. Das sollten Sie über Ihre Zielgruppe wissen:
• demografische Merkmale wie Alter, Geschlecht und Familienstand
• psychografische Merkmale wie Werte und Meinungen, Lebensstil
• spezifische Merkmale wie Kaufkraft, Kaufreichweite, Preissensibilität und Mediennutzung

Analyse des Marktes und der Mitbewerber

Als Existenzgründer müssen Sie sich im Markt erst positionieren, daher sollten Sie ihn genau kennen. Erkunden Sie daher im Vorfeld, welche Produkte es bereits gibt, wie sich Verkaufspreise und Kosten gestalten und wer ihre größten Mitbewerber sind. Analysieren Sie genau, welche Chancen Ihr Geschäft hat, langfristig Gewinne zu erzielen.

Marketingstrategien entwickeln

Um Ihre Zielgruppe zu erreichen und den Verkauf anzukurbeln, ist heute ein ganzer Mix aus verschiedenen Werbemaßnahmen notwendig. Eine strategische Planung ist hier wichtig, damit Ihre Kampagnen punkten. Denken Sie rechtzeitig auch an Ihren Internetauftritt, um von Anfang an präsent zu sein.

SWOT-Analyse

Die eigenen Stärken und Schwächen, die Chancen und Risiken des Geschäfts zu kennen, ist eine Voraussetzung für den Erfolg, da Sie nur dann rechtzeitig handeln können. Legen Sie dar, wie Sie eigene Schwächen ausgleichen wollen, und nehmen Sie Unterstützung in Anspruch. Schätzen Sie Ihre Zukunftsaussichten realistisch ein.

Die Finanzierung im Finanzplan darstellen

Kapitalgeber – ob privater Investor oder Bank – möchten genau wissen, mit wem sie es zu tun haben und ob ihr Geld gut angelegt ist. Schließlich möchten sie es verzinst zurückbekommen. Mit einem Liquiditätsplan stellen Sie dar, mit welchen Zahlungsströmen Sie rechnen und wann es Kapitalbedarf gibt. Mit einer Kreditaufnahme können notwendige Anfangsinvestitionen getätigt und auch der laufende Geldbedarf während der Startphase gedeckt werden. Investoren möchten sehen, dass Sie Gewinne erwirtschaften. Wie rentabel Ihr Geschäft sein wird, zeigen Sie in einem Rentabilitätsplan. Wenn Sie einen hohen Finanzbedarf erwarten, holen Sie sich am besten rechtzeitig den Rat eines erfahrenen Existenzgründungsberaters. Er kennt die Erwartungen der Investoren genau und gibt Ihnen wertvolle Tipps. Denken Sie daran, dass Sie nur die eine Chance der Vorstellung Ihrer Geschäftsidee haben – eine zweite Gelegenheit wird es nicht geben.

Hier finden Sie Unterstützung

Eine erfolgreiche Unternehmensgründung legt den Grundstein für viele Jahre, daher ist die Hilfe von Experten wichtig. Informationen finden Gründer und Start-ups auf vielen spezialisierten Seiten im Internet. Hier gibt es auch Vorlagen und Checklisten für den Businessplan, an dem man sich gut orientieren kann. Zusätzliche Unterstützung bieten Existenzgründungsberater oder auch die örtliche IHK mit spezialisierten Mitarbeitern.

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