Coverdesign: die Krönung für Ihr Buch

Autoren, die bei einem klassischen Verlag untergekommen sind, müssen sich in der Regel nicht selbst um ein Cover kümmern. Mit der steigenden Beliebtheit des Selfpublishings stehen jedoch immer mehr Schriftsteller und Sachbuchautoren vor der Herausforderung, ein ansprechendes Buchcover zu designen. Doch worauf kommt es bei einem guten Cover an?
 
Am wichtigsten ist eine gute Passung zwischen Ihrem Buch und dem Cover – unabhängig davon, ob es sich um ein gedrucktes Buch oder ein E-Book handelt. Da das Cover das Erste ist, was ein potenzieller Leser von Ihrem Buch wahrnimmt, trägt es auch zum Marketing bei.

Was zeichnet ein gutes Buchcover aus?

Die Covergestaltung übt mehrere Funktionen aus. Ein gutes Buchcover spricht Ihre Leser an und macht sie neugierig genug, um einen Blick hineinzuwerfen oder es zu kaufen. Jedes Jahr erscheinen unzählige neue Romane, Sachbücher und Kurzgeschichten. Sowohl Selfpublisher als auch Verlage stehen vor der Herausforderung, sich von ihrer Konkurrenz abzuheben und ihre Leserschaft zu finden.
 
Ob E-Book oder gedrucktes Buch: „Don't judge a book by its cover“ („Beurteile ein Buch nicht anhand des Covers“) entspricht mehr einem Wunsch als der Realität. Sowohl im Regal beim Buchhändler um die Ecke als auch auf einem Messetisch oder im Onlinehandel entscheiden sich potenzielle Leser oft innerhalb von Sekundenbruchteilen, welches Buch sie näher betrachten wollen.
 
Den eigenen Namen oder das selbstgewählte Pseudonym auf einem Buch zu sehen, ist für viele Autoren ein stolzer Augenblick. Selbstverständlich gehören auch der Titel und der Untertitel des Buches auf das Cover. Darüber hinaus können Sie die Textart angeben (z. B. „Roman“) oder das Genre benennen („Krimi“, „Fantasy“, …). Verlage platzieren zudem ihr Logo oder ihren Verlagsnamen auf dem Buchumschlag.

Die richtige Zielgruppe ansprechen

Ein gutes Cover spricht Ihre Zielgruppe an. Sowohl für Sachbücher als auch für Romane und Kurzgeschichtensammlungen existieren sparten- und genretypische Konventionen. Ein Fantasy-Leser empfindet eine andere Covergestaltung attraktiv als eine Leserin, die ein Sachbuch mit akademischem Anspruch sucht.
 
Ein gelungener Umschlag ist mehr als eine hübsche Verpackung, sondern ein Mittel zur Kommunikation zwischen Autoren und Lesern. Das Cover gibt dem Leser einen Vorgeschmack auf das, was ihn im Buchinneren erwartet. Ein historischer Liebesroman könnte beispielsweise ein Bild verwenden, auf dem die Epoche sichtbar wird, in welcher der Roman angesiedelt ist – und mit einer schnörkeligen Schrift können Sie deutlich machen, dass es sich um eine romantische Lektüre handelt.
 
In manchen Genres existieren regelrechte Codes, die nirgendwo festgeschrieben sind, aber unbewusst in den Köpfen vieler Leser vorherrschen. Da diese Gewohnheiten wechselnden Trends unterliegen, lohnt es sich, wenn Sie sich in einer Buchhandlung umsehen, um ein Gespür für die aktuellen Covertrends zu erlangen.
 
Neben Genrekonventionen gibt es weitere Überlegungen, die bei der Buchcovergestaltung hilfreich sind. Richtet sich das Buch an eine bestimmte Altersgruppe? Ist es eher für Frauen oder für Männer interessant? Besitzt es einen heiteren, melancholischen, lockeren, düster-tragischen oder humoristischen Tonfall? All das wirkt sich darauf aus, wie das ideale Cover aussieht.

Das perfekte Bild finden

Nicht jeder gute Autor ist auch ein guter Fotograf, Maler oder Zeichner. Deshalb greifen viele Selfpublisher und kleine Verlage auf Bilddatenbanken zurück, um eine ansprechende Vorlage zu finden. Einige Künstler stellen Stockfotos kostenlos zur Verfügung – für andere müssen Sie eine passende Lizenz erwerben. Achten Sie in jedem Fall auf die Nutzungsbedingungen! Zum Beispiel ist bei manchen Fotos eine kommerzielle Nutzung oder die Verwendung als Buchcover ausgeschlossen oder kostenpflichtig.
 
Damit die Fotos auf dem Umschlag gestochen scharf dargestellt werden, benötigen die Bilder eine hohe Auflösung. Wenn Sie mehrere Bilder zu einem Bild zusammenfügen, müssen Sie zudem auf die Perspektive, den Schattenwurf, die Proportionen und ähnliche Aspekte achten.
 
Die meisten Bilder, die auf den Covern von Büchern zu sehen sind, besitzen ein Motiv, das im Fokus der Aufmerksamkeit steht. Dabei sollte das Motiv nicht einfach nur den Titel visuell nachbilden: Wenn Ihr Buchtitel „Der Baum“ lautet, wäre es witzlos, auf dem Cover lediglich einen Schnappschuss von einem beliebigen Baum abzubilden. Denn dann bestünde die Gefahr, dass sich der Leser für dumm verkauft fühlt.

… oder ganz auf Bilder verzichten?

Funktioniert ein Cover auch ganz ohne Bild? Minimalismus ist ein Designtrend, den Sie auch bei der Covergestaltung finden. Manche Buchumschläge verzichten auf Bilder und setzen Schriftelemente wie Titel und Untertitel so ein, dass ein visuell ansprechendes Cover entsteht. Manche dieser Schriftinstallationen sind regelrechte Kunstwerke, die an die konkrete Poesie erinnern.
 
Lassen Sie sich jedoch nicht täuschen: Buchcover ohne Bilder sind nicht zwingend leichter zu gestalten als Cover, die auf ein Foto als Vorlage zurückgreifen. Ein typografisches Cover erfordert ein feines gestalterisches Gespür, um allein mit dem Text ein spannendes Cover für Ihr Buch zu erschaffen.

Moderne Kaufgewohnheiten beeinflussen die Buchcovergestaltung

Wenn Sie Ihr Buch als Selfpublisher selbst herausbringen, finden Sie bei Distributoren und Selfpublishing-Plattformen praktische Tipps, welches Format Ihr Cover benötigt. Bei gedruckten Büchern kommt es vor allem auf das gewünschte Format an: Ein gängiges Kinderbuch besitzt andere Maße als ein typischer Roman.
 
Neben dem eigentlichen Titelbild ist bei Büchern eine sogenannte Titelei üblich. Dazu gehört zum Beispiel auch das Impressum. Gedruckte Bücher benötigen nicht nur ein Cover, sondern einen kompletten Umschlag. Ein Papierbuch sollte von allen Seiten einen guten Eindruck machen.
 
Heutzutage ist es wichtig, dass ein Buchcover auch im Mini-Format einen hervorragenden Eindruck macht – denn viele Onlineshops zeigen Cover nur als kleines Vorschaubild an. Ein guter Grafiker berücksichtigt diesen Umstand und wählt ein Titelbild, das auch in kleiner Ansicht gut zur Geltung kommt.

Das Stiefkind des Coverdesigns: die Schrift

Die Schrift auf einem Cover dient nicht nur dazu, Worte darzustellen, sondern trägt wie alles andere zum Gesamteindruck bei. Die Schrift sollte gut lesbar und nicht allzu ausgefallen sein. Zu einer guten Lesbarkeit des Titels gehört auch, dass sich die Schrift vom Hintergrund ausreichend abhebt.
 
Ein Cover mit zu vielen unterschiedlichen Schriftarten wirkt chaotisch. Zwei verschiedene Schrifttypen sind hingegen in Ordnung und können zur Abwechslung beitragen. Da jede Schriftart Assoziationen weckt, sollte sie mit Bedacht gewählt werden. An dieser Stelle kommen die bereits erwähnten Genrekonventionen erneut ins Spiel.
 
Beachten Sie, dass auch Schriftarten nicht ohne Erlaubnis verwendet werden dürfen! Wie bei Bildern, die Sie für Ihr Cover verwenden, muss die Schriftart für die kommerzielle Nutzung freigegeben sein. Möglicherweise müssen Sie dafür ebenfalls eine Lizenz erwerben. Dafür ist es unerheblich, ob Sie ein typografisches Cover gestalten oder die Schriftart zusätzlich zu einem Bild verwenden.

Professionelles Design: Buchcover gestalten lassen

Selfpublisher und Verleger von kleinen Buchverlagen, die sich die eigenhändige Buchcovergestaltung nicht zutrauen, haben verschiedenen Möglichkeiten. Einige Grafiker und Designer bieten relativ günstige Vorlagen an, die bereits fertig arrangiert sind. Nur noch der Autorenname und der Titel müssen in solche sogenannten Premade-Cover eingefügt werden. Der Nachteil besteht allerdings darin, dass ein entsprechendes Cover nicht einzigartig ist. Eine Verwechslungsgefahr ist damit nicht ausgeschlossen.
 
Ein individuelles Cover ist für viele Autoren das Ziel ihrer Träume. Die Kosten für ein professionelles Design hängen unter anderem davon ab, wie aufwendig die Covergestaltung ist. Ein umwerfendes Cover ist eine Investition ins Marketing für Ihr Buch. Damit trägt das Cover Ihres Buches ebenso zu einem professionellen Auftritt bei wie ein gründliches Lektorat oder Korrektorat.
 
Wenn Sie das Coverdesign einem fähigen Grafiker überlassen, nimmt er Ihnen nicht einfach nur die Arbeit ab: Ein kompetenter Grafiker weiß, worauf es bei einem Buchcover, das Leser überzeugt, ankommt. Professionelle Designer können dabei auf digitale Werkzeuge wie Bildbearbeitungsprogramme oder spezielle Coverdesign-Tools zurückgreifen, um die Covergestaltung optimal umzusetzen.
 
Eine gute Kommunikation zwischen Autor und Grafiker ist essenziell. Für Autoren gehört dazu auch ein wenig Vertrauen – denn während Sie der Experte für das Schreiben sind, ist der Grafiker der Experte für die Covergestaltung.

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