Genau, präzise und verbindlich – das Pantone Farbsystem

Farbtöne und Farbabstufungen sind in allen Prozessen schwierig zu handhaben – zu groß ist die Bandbreite der einflussnehmenden Faktoren. Mit dem PMS stellt dies jedoch kein Problem dar.

Verschiedene Farbsysteme erleichtern das Management

CMYK, Pantone, RGB, HKS und RAL sind vier unterschiedliche Farbsysteme. Jedes Farbsystem hat seine eigene bevorzugte Verwendung: CMYK für den Druck, RGB für den Bildschirm (z. B. Web), Pantone für Genauigkeit und Kalibrierung und RAL vorwiegend für Pulverbeschichtungen und Kunststofffarben. Durch das Verständnis von Farbsystemen erreicht man Konsistenz für das Produktdesign über Druckmaterialien, digitale Darstellungen und sogar die Produktion, wie zum Beispiel bei der Beschichtung von Metallteilen (Pulverung).

Welche Rolle spielen Farbtöne überhaupt?

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, wenn man sagt, dass die Farbgebung einen großen Einfluss auf das Branding eines Unternehmens haben kann. Es ist ein Element, das nicht unterschätzt oder gar übersehen werden darf. Farbgebungen spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, dass alle Marketingmaterialien in Print, Web und Produktion einheitlich und konsistent aussehen. Ebenso ist Farbgebung ein wichtiger Bestandteil des Corporate Designs. Viele Unternehmen erreichen diese Konsistenz jedoch nicht, weil sie nicht verstehen, wie Farbgestaltungen auf verschiedenen Medien verwendet werden.

Egal ob man für den Digitaldruck oder für das Web entwirft, die Verwendung des richtigen Farbsystems ist entscheidend, um eine starke Botschaft zu etablieren und langfristig reproduzierbare Ergebnisse liefern zu können und schließlich auch die Markenbekanntheit zu verbessern. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass der Prozess der Auswahl von Farbnuancen ein wenig komplex sein kann, wenn man bedenkt, dass alle Farbdarstellungen in Druckerzeugnissen und Bildschirmdarstellungen völlig unterschiedlich aussehen können – sogar zwischen zwei Displays kann die identische Farbgebung anders aussehen.

In der riesigen Welt des Mediendesigns gibt es vier Hauptfarbsysteme: CMYK, Pantone, RGB und HKS. Wenn man die Unterschiede zwischen diesen Farbsystemen kennt, kann man auswählen, welches die beste Option für den Designtyp ist, mit dem gearbeitet werden soll. Es kann der Unterschied zwischen einem perfekten, finalen Ergebnis und einer unschönen Überraschung sein.

Aber was genau versteht man unter dem Pantone Matching Systems (PMS)? Hier kommt ein kleiner Überblick über die wichtigsten Fakten. Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für Farbsysteme zu vermitteln, damit eine Farbauswahl so konsistent wie möglich über alle Produktdesign-Materialien gehalten werden kann.

PantoneMatchingSystem für Farbgenauigkeit

Das erste Farbanpassungssystem für Designer wurde 1963 von Pantone entwickelt. Das Hauptwerkzeug des Pantone-Anpassungssystems (allgemein als PMS bezeichnet) war der Pantone-Leitfaden. Dieses Handbuch wurde entwickelt, um Grafikdesignern und Druckereien die Kommunikation von Farbtönen unter Bezugnahme auf eine Pantone-Nummer zu ermöglichen. Dies war eine enorme Verbesserung, da in der Vergangenheit jede Farbenfirma ihr eigenes Farbsystem hatte und es keine Möglichkeit gab, verbindliche Mischungen von einem Unternehmen zu einem anderen zu kommunizieren. Die Pantone-Rezepturanleitung basiert ebenfalls auf einem Farbmischsystem, das es Herstellern erheblich erleichtert, konsistente Töne über mehrere Standorte hinweg bereitzustellen. Frühe Versionen des Pantone-Rezeptführers wiesen 747 verschiedene Farbnuancen auf gestrichenen und ungestrichenen Materialien auf.
 
Dieses Konzept von der Farbkonsistenz vom Grafiker über den Drucker bis zum Farbhersteller und zum Kunden ist die wahre Stärke des Pantone Matching Systems. Wenn jeder in dem Prozess über eine Pantone-Formel verfügt, kann er dasselbe Rot sehen und alle reden über dieselbe Farbe. Der Designer gibt eine Farbe an, der Drucker bestellt Farbe in dieser Rezeptur, druckt mit dieser Farbe und der Kunde erhält genau das, was er will. Diese durchgängige Farbkontrolle erklärt, warum Pantone seit seiner Einführung zum weltweiten Standard für Farbtöne geworden ist.
Das Pantone Matching System (PMS) revolutionierte damit den Druckfarbprozess durch ein standardisiertes System. Dieses System wird auf den meisten Druckern verwendet, um Töne und Grafiken über eine standardisierte Richtlinie zu reproduzieren. Die Richtlinie stellt sicher, dass jeder Hersteller auf jeden Farbton richtig verweisen und auf Druck abstimmen kann.
 
PMS unterscheidet sich von CMYK dadurch, dass es keine Kombination verschiedener Farben erfordert, stattdessen sind PANTONE-Farben als Singular-Einheiten definiert. Die meisten PMS-Farben werden mit dreizehn Basispigmenten erzeugt, die eine Vielzahl von einzigartigen Tönen schaffen. Jeder eindeutige Farbton wird dann über eine Zahl definiert, die es leicht macht, Farbinkonsistenzen zu vermeiden. Derzeit umfasst die Pantone-Farbpalette insgesamt über 1.800 verschiedene Töne.

Dieses numerische System erzeugt eine genauere Farbübereinstimmung als andere Systeme, was es perfekt für die Arbeit an reproduzierbaren Druckergebnissen macht. Beachten muss man jedoch, dass die Verwendung dieses Prozesses etwas mehr Zeit und Geld beanspruchen kann. Aber das System ist perfekt für einen 1- oder 2-Farbdruck-Auftrag (zum Beispiel Visitenkarten, Etiketten), weil es weniger Prozessfarbe als das 4-Farben-Modell (CMYK) erfordert.
 
PMS ist weltweit als Standardsprache für Farbkommunikation in der Druckwelt bekannt. Das System wurde ursprünglich für die grafische Industrie entwickelt, hat sich aber auch in einer überraschenden Breite für andere Branchen als nützlich erwiesen.
 
Das PMS ist das beliebteste und am weitesten verbreitete Farbstandardisierungssystem zur Aufrechterhaltung der Farbgenauigkeit in allen Arten von Druckmaterialien. Es ist für die Verwendung mit allen Geräten konzipiert, die zur Herstellung von Drucken verwendet werden. Das PMS kann neben den regulären CMYK-Farben, die zum Drucken verwendet werden, verschiedene Farbtöne erzeugen.
Das PMS kann auch spezielle Sonderfarben oder Schmuckfarben wie Metallic- und Fluoreszenzfarben erzeugen. Die Töne werden durch einen drei- oder vierstelligen Code, gefolgt von einem Buchstaben, dargestellt, der die Art des Farbtons angibt (U, C oder M). Der Buchstabencode steht für das Papier, auf das gedruckt wird. Die Farbtöne können beispielsweise als PMS 199C, PMS 199U oder PMS 199M ausgedrückt werden.
 
Designer können das PMS mithilfe des Pantone-Handbuchs für einfarbige Formulierungen verwenden, mit denen sie den gewünschten Farbton identifizieren können. Mit diesem Farbton erstellt der Designer sein Projekt und gibt es zusammen mit der Pantone-Nummer als Referenz an den Drucker weiter. Der Drucker schlägt die Pantone-Nummer nach, die für diesen bestimmten Ton eindeutig ist und verwendet sie beim Drucken. Somit stellt das PMS die Farbkonsistenz sicher. Mithilfe der Pantone-Farbrezeptur, der Standardchipbücher und der Farb-Leitfadensätze können Designer feststellen, wie eine Farbgebung auf einem beschichteten, unbeschichteten oder matten Material aussehen würde. Das PMS eignet sich hervorragend für Sonderfarben, wird jedoch im Allgemeinen nicht für Prozessfarben verwendet, die normalerweise im CMYK-Modell verwendet werden.
 
Das heutige PantoneMatchingSystem bietet ca. 1.800 Pantone-Volltonfarben, die auf gestrichenen, ungestrichenen und matten Papieren gedruckt werden. Jede Seite enthält 7 Farben mit Farbmischformeln. Die Seiten enthalten auch ein RGB-Symbol, das Farben anzeigt, die auf dem Bildschirm erzielt werden können, und ein CMYK-Symbol, das Farben anzeigt, die beim CMYK-Farbdruck erzielt werden können. Farben mit RGB- und CMYK-Symbolen eignen sich ideal für Designs, die mit mehreren Verfahren reproduziert werden.
Softwareentwickler haben es Designern auch leicht gemacht, Pantone-Volltonfarben in ihre Designprojekte einzubeziehen. Es gibt jedoch einige Probleme. Die Pantone-Rezepturen werden mit Farbchemie und Pigmenten gedruckt, während Computermonitore die Farben mit rotem, grünem und blauem Licht reproduzieren. Dieses Problem verursacht aufgrund der unterschiedlichen Darstellung der gedruckten Pantone-Farben und der angezeigten Pantone-Farben (auf einem Computermonitor) große Verwirrung. Aus diesem Grund ist es ratsam, nur einen Pantone-Formelführer zu verwenden, um eine Pantone-Volltonfarbe zu spezifizieren oder zu bestimmen.

So funktioniert das PMS in der Praxis

Ein Grafiker entwirft ein Printdesign. Er orientiert sich bei der Gestaltung an einem Pantone-Farbbuch (basierend auf dem Pantone Matching System), bis er einen Rotton findet, der ihm gefällt, zum Beispiel PMS 199 Rot. Er wählt PMS 199 Rot aus, weil der Farbton perfekt zu dem Kunden und dem Logo und allen nachfolgenden Druckerzeugnissen passt.
 
Er entwirft das Logo und legt PMS 199 Rot als Grundfarbe für das Logo und die Visitenkarten fest. Der Kunde überprüft die Proofs, und der Designer sendet den Auftrag zusammen mit einem Pantone-Farbchip zur genauen Farbreferenz an den Drucker.
 
Der Drucker schlägt den vom Designer angegebenen Farbton (PMS 199 Rot) im Pantone-Formelhandbuch nach und gibt diesen Ton auf dem Jobticket für den Maschinenbediener an.
 
Wenn der Auftrag an die Druckmaschine geht, findet der Bediener diese Vorgabe (PMS 199 Rot) in seiner Pantone-Anleitung. In der Anleitung befindet sich eine Mischformel, der der Bediener folgen kann.
 
Der Bediener mischt nun die Komponenten gemäß den Rezepturangaben. Der resultierende Farbton ist danach exakt PMS 199 Rot.
 
Mit dem Ton, der gerade gemischt wurde, über das Pantone-Rezepthandbuch und dem Pantone-Farbchip als Farbstandard druckt der Drucker nun die Visitenkarten. Bei den anschließenden Aufträgen wird dieser Farbton in demselben Verfahren reproduziert und passt genau zu allen anderen Druckerzeugnissen. Auch eine zusätzliche Sonderfarbe lässt sich darstellen.
 
Mit dem PantoneMatchingSystem wird die Farbkonsistenz vom Entwurf über den Kundenwunsch, die Druckvorstufe und die Druckerei bis zur endgültigen Auslieferung garantiert.
So einfach und effektiv ist die Nutzung des Pantone-Farbsystems. Störende und unschöne Farbabweichungen gehören der Vergangenheit an, und der exakte Farbton kann plattformunabhängig kommuniziert und jederzeit reproduziert werden.

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